Forchheimer Jusos sehen sich als Motor der SPD

Veröffentlicht am 15.03.2017 in Lokalpolitik

ein Gruppenbild mit Forchheimer Jusos, Interessenten, Andreas Schwarz MdB und OB Uwe Kirschstein

Der letzte weiße Fleck auf der oberfränkischen Juso-Landkarte ist Geschichte, die Forchheimer Kreis SPD hat wieder einen Stachel im Fleisch. Im prall gefüllten Forchheimer SPD Büro gründeten neun anwesende Jungsozialistinnen und Jungsozialisten wieder eine Juso-AG.

Einen inhaltlichen Stachel im Fleisch der SPD und als Arbeitsgruppe, die querdenkt, so charakterisierte MdB Andreas Schwarz die Jusos in der SPD. Auch der stellvertretende Landesvorsitzende Cosmas Tanzer beschrieb die Jusos als inhaltlichen Motor und auf der Straße am meisten wahrgenommene Gruppierung der SPD. “Wir sind es, die Widerstand in antifaschistischen Bündnissen und gegen prekäre Arbeitsverhältnisse leisten”, so Tanzer. Zumeist seien es die Jusos, die Anträge schreiben und der Partei auf die Finger klopfen. Als Beispiel dazu  nannte der stellvertretende Juso-Bezirksvorsitzende Claas Meyer die Mindestausbildungsvergütung, die den Juso-Anträgen entstammt.

Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurde der 18-jährige Schüler Paul Wichtermann aus Kersbach einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Ihm stellvertretend zur Seite stehen Bettina Drummer aus Weilersbach, Elisa Grafenberg aus Effeltrich und Richard Schmidt aus Hausen. Als kommende inhaltliche Schwerpunkte sah der neue Vorsitzende den lahmenden sozialen Wohnungsbau in Forchheim sowie die Integration von Flüchtlingen. Insbesondere die jüngsten Abschiebungen in das Bürgerkriegsland Afghanistan stoßen bei den Jusos auf harsche Ablehnung.

SPD-Kreisvorsitzender Laurenz Kuhmann überreichte anschließend die historische Juso-Fahne und einen Wimpel aus Willy Brandts Zeit an den neuen Juso-Vorsitzenden. Der 34-jährige ehemalige Juso-Kreisvorsitzende freute sich, diese Insignien noch als Juso-Mitglied an eine neue Generation der Jusos weitergeben zu dürfen.

Fälschlicherweise als ehemaliger Vorsitzender der Jusos Simmern angesprochen, erinnerte sich der Forchheimer OB Uwe Kirschstein sich an seine Zeit als aktives Juso-Mitglied. Von Anfang an war er Sprecher der Jusos Simmern, diese Funktion habe er auch in seiner SPD-Zeit beibehalten. Wichtig sei es, Spaß an der politischen Arbeit zu haben und nicht direkt an Ämter zu denken. Diese seien zu ihm gekommen und nicht er zu ihnen. Dass er selbst beruflich als Politiker arbeiten würde, hätte er sich einst nicht vorstellen können. Immerhin der Werdegang der damaligen Juso-Vorsitzenden Andrea Nahles, die 1994 zur Juso-Gründung in seinem Heimatort Simmern zu Gast war, dürfte heute zumindest bekannt sein.

Die erste Sitzung findet am 13.04.2017 um 19:30 Uhr im SPD-Büro in Forchheim statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

 

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