SPD Forchheim wählt den Kreisvorstand neu

Veröffentlicht am 12.02.2019 in Kreisvorstand

Der neu gewählte Kreisvorstand in Forchheim. Foto ©cdk

EBERMANNSTADT - "Genossinnen und Genossen, bei den Wahlkämpfen zur Bundestags- und Landtagswahl stand für die SPD nicht mehr die soziale Gerechtigkeit im Vordergrund, sondern die Wirtschaft. Das war Mist, dafür haben wir auf die Fresse bekommen — die SPD muss wieder die Partei der Armen und Schwachen werden." Das sagte Felix Holland bei der Jahreskonferenz des SPD-Kreisverbands Forchheim. Im weiteren Verlauf wurde der Vorstand neu gewählt.

Felix Holland, der stellvertretende Vorsitzende des Unterbezirks Bamberg-Forchheim, kennt sich als gebürtiger Siegritzberger im damaligen Landkreis Ebermannstadt wie im jetzigen Kreis Forchheim aus. „Aus den Niederlagen lernen – jetzt erst recht“ lautete daher die Botschaft aus Bamberg an die im „Resengörgsaal“ versammelten 33 zur Neuwahl des Kreisvorstands stimmberechtigten Mitglieder.

"Nicht weiter rumeiern"

„Wir dürfen nicht weiter rumeiern bei der Anhebung des Mindestlohns“, hieß es. Die Partei müsse beweisen, dass sie für die gerechte Entlohnung der immer wenigeren Pflegekräfte oder den Erhalt erschwinglichen Wohnraums eintritt.

Die inzwischen zurückgedrehte „Tarifflucht“ der Servicegesellschaft an der Klinik Fränkische Schweiz noch in Erinnerung warnte Holland: „Passt auf, dass die Ebser Klinik bei der Fusion mit Forchheim nicht unter die Räder kommt“. Der Zusammenschluss der beiden Krankenhäuser läuft bereits seit Jahresanfang. In ihrem vorausgegangen Grußwort hieß Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) die Genossen in der Schulstadt und dem Mittelzentrum willkommen.

Nach einer Rekordverschuldung der Stadt in Höhe von über 22 Millionen Euro, sagte sie, war mit dem alten Verwaltungsapparat nicht mehr weiter zu kommen. Es waren neue Strukturen zu schaffen, sagte die Stadtobere, die 2014 gewählt worden war. Bei diesem Neuaufbau sei stets auf die Hilfe des „wackeren SPDlers“ im Stadtrat, Wilhelm Kraupner, zu zählen gewesen: „Er braucht Unterstützung für die SPD-Liste 2020“, appellierte Christiane Meyer an die Genossinnen und Genossen im Saal.

Besondere Erlebnisse

Erlebnisse der besonderen Art schilderte der Bürgermeisterin aus ihrem Arbeitsalltag. Zum Beispiel im Zuge der Diskussionen um das „Baulandmodell“. Als „Kommunistin“ sei sie beschimpft worden, die hier die Enteignung betreibe. Hinsichtlich der Abschaffung der „Strabs“ kritisierte die Bürgermeisterin die Staatsregierung: Bis heute sage die CSU/FW-Koalition in München nicht, wer die bis zu fünfstelligen Summen in Zukunft zu bezahlen habe.

Kurz hielt der SPD-Kreisvorsitzende Laurenz Kuhmann seinen Rechenschaftsbericht nach 20 Verbandstagungen: „Der Genosse Trend war bei den Landtagswahlen nicht auf unserer Seite. Wir müssen die unzufriedenen Wähler erst wieder überzeugen“, so Kuhmann. Erfreulich sei es, dass die zarte Pflanze der Forchheimer Jusos kräftig blühe: „Wahnsinnig, was ihr im Landtagswahlkampf geleistet habt“, bestätigte er den anwesenden Bettina Drummer, Lea Wolter und dem Vorsitzenden Paul Wichtermann.

Wenigstens um drei auf 412 Mitglieder gewachsen sei der SPD-Kreisverband. Aufgabe werde es sein bei der Kommunalwahl 2020 mehr Frauen auf die Liste zu bringen. Angesichts des (trotz hoher Wahlkampfausgaben) positiven Finanzberichtes 2017/2018 von Sigrid Meier erteilte die Versammlung nach der Kassenprüfung von Oliver Hieber einstimmige Entlastung.

Zügig über die Bühne brachte Wahlleiter Felix Holland die Neuwahlen, bei denen einschließlich der (geheimen) Wiederwahl des Vorsitzenden Kuhmann mit 33 Stimmen dieselbe Vorstandschaft zwei Jahre anhängt. Ebenso einstimmige Bestätigung erhielten die Stellvertreter Simon Behringer und Bettina Drummer, Kämmerin Sigrid Meyer und Schriftführer Atila Karabag. Per Akklamation erhielten die Revisoren Wilmya Zimmermann und Oliver Hieber einhelliges Vertrauen.

Beisitzer sind weiterhin Anita Kern, Gerlinde Kraus, Lona Hagen, Reiner Büttner, Siegfried Adami, Benjamin Hoehl, neu ins Gremium gewählt wurden Lea Wolter und Marc Freisinger. Zur Europawahl im Mai und bei der Kommunalwahl 2020 hofft Kreischef Laurenz Kuhmann auf ein „Glückauf“ der Sozialdemokraten. Der entsprechenden Einstimmung diente die „Internationale“. 

Artikel von Marquard Och, erschienen am 11.02.2019 in der NN Forchheim

 

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